April 5, 2009...9:23

Mal wieder ein Schulaufsatz…

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Für mehr fehlt mir momentan einfach die Zeit und die Motivation…

Betrachtung der Aktualität eines der Gebote des Dekalogs

Das Gebot „Du sollst nicht stehlen!“ ist aufgrund seiner festen Verankerung im Bewusstsein unserer Gesellschaft nach wie vor von hoher Relevanz und Aktualität. Zwar beruht dies in erster Linie auf gesetzlichen Normen, aber bei einer tiefer gehenden Betrachtung ist es ersichtlich, dass diese weltlichen Regeln auf religiösen Betrachtungen beruhen, von diesen geformt wurden und dabei selbst die Religionen formten und formen, wodurch der Eindruck einer gegenseitigen Wechselwirkung entsteht.

Insofern ist eine einigermaßen objektive Betrachtung der Relevanz des Dekalogs für die heutige Zeit schwierig, da auch das Subjekt, der Betrachter, von den christlichen Grundsätzen, manifestiert im abendländischen Kulturkreis, geprägt ist und die Reflexion über die Religion oder den Dekalog vor allem eine Reflexion über sich selbst ist.

Sicher ist allerdings, dass vor allem der Verzicht auf das Stehlen, neben dem Verzicht auf das Töten, ein Fundament unserer heutigen liberal-marktwirtschaftlichen Gesellschaft ist und daher für die Menschen enorme Bedeutung besitzt.

Des Weiteren ist das Recht auf Eigentum und Schutz vor willkürlicher Entwendung in den Menschenrechten verankert, welche die Grundlage unseres Gesetzbuches und unserer Verfassung ausmachen, damit eine freiheitliche Entfaltung und Entwicklung der menschlich-individuellen Persönlichkeit möglich ist.

Dabei soll nicht über Rechtmäßigkeit und Gerechtigkeit, nicht über Politik oder Ökonomie nachgedacht werden, denn dies wäre ein zu weites und kontroverses Feld. Nähme man beispielsweise einen Marxisten, und würde ihn um eine Beurteilung bitten, so sähe die im Wesentlichen folgendermaßen aus: „ Die Anhäufung von Eigentum(Kapital) ist der Versuch der Bourgeoisie, den Kampf gegen das Proletariat widernatürlich hinauszuzögern, wo doch der Sieg der proletarischen Klasse ein historisch-notwendiger ist. Des Weiteren sind Moral und Religion überholte, weil historisch-materialistisch geprägte Begriffe. Mit dem Verschwinden der Klassengegensätze durch die Zerschlagung der Bourgeoisie sind somit auch die Religionen hinfällig und irrelevant.“ Diese etwas polemische Reduzierung offenbart dabei aber auch, wie weit dieses Feld des Weiterdebattierens, des Streitens und des Hass-Streuens wäre. In Hinblick auf die Wichtigkeit des Dekalogs ist dieses Argumentieren hingegen aussagekräftig, denn nur Wichtiges ist des Streites würdig.

Zu guter Letzt sei mir ein persönliches Statement hoffentlich nicht vergönnt, denn bisher sollte es vor allem eine allgemeine Beurteilung sein. In unserer heutigen Zeit sollte wieder mehr Augenmerk auf den Dekalog gelegt werden, da dies in letzter Zeit vernachlässigt wurde, wodurch Weltwirtschaftskrisen mitverschuldet wurden. Mag man dies dem Kapitalismus oder „den Banken-Haien“ in die Schuhe schieben, darauf möchte ich mich nicht beziehen. In meinen Augen handelt es sich eher um eine Vertrauensfrage, um das Vertrauen in Gott, welches nicht rational ist. Wichtig ist es daher, zu vertrauen, nicht zwangsläufig in Gott, sondern auch in den Menschen. Man muss daher den Glauben leben, bewusst den Glauben wagen, und wer, wie gesagt, nicht an Gott glaubt, mag dieses Vertrauen den Menschen seiner Umgebung schenken. Diese Kierkegaard’sche Betrachtung verdient auch und vor allem in Zeiten der Finanzkrise und Rezession Beachtung, zumal der Dekalog den Grundstein unserer Kommunikation und unseres Zusammenlebens bildet.

Sollten einige Sätze abgehackt wirken, so bitte ich das zu entschuldigen. Spät geschriebene Arbeiten sind oft nur für den verständlich, der es auch geschrieben hat.

ππ

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